TOURISMUS

Magic Pass

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Ein Pass, eine Destination – Gstaad und Glacier 3000 unter einem Dach: der Magic Pass als Signal für die Zukunft

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Ein Pass, eine Destination – Gstaad und Glacier 3000 unter einem Dach: der Magic Pass als Signal
für die Zukunft

Am 1. Mai 2025 begann für die Destination Gstaad eine neue Etappe: Seither nutzen Gäste wie Einheimische den Magic Pass, um die Bergwelt flexibel und ganzjährig zu geniessen – im Winter auf den Pisten, im Sommer auf den Höhenwegen. Damit sind die Bergbahnen Destination Gstaad und der Glacier 3000 – seit 2022 Teil der Magic-Pass-Familie – wieder unter einem gemeinsamen Dach vereint. Ein Schritt mit Signalwirkung: Er steht für Einfachheit, Attraktivität und eine klare strategische Ausrichtung. Welche Überlegungen hinter diesem Schritt stehen und welche Chancen und Herausforderungen er mit sich bringt, erklären Matthias In-Albon, CEO BDG, Flurin Riedi, Tourismusdirektor/CEO Gstaad Saanenland Tourismus, und Bernhard Tschannen, CEO Glacier 3000.

Wie alles begann…
«Die Geschichte der Skipass-Verbünde in unserer Region ist bewegt», sagt Matthias In-Albon. In der Tat, zunächst gab es den Superpass, der verschie-dene Teilgebiete wie Diablerets, Villars, Leysin und auch Teile des Saanenlandes umfasste. «Nach der Pandemie entschieden wir uns für den Beitritt zum Magic Pass, der dank seiner günstigen Konditionen rasch grosse Popularität gewann», erinnert sich Bernhard Tschannen von Glacier 3000. Gstaad wiederum war bereits 2017 dem Top-4-Verbund beigetreten, zusammen mit Verbündeten wie Adelboden-Lenk, Jungfrau und Meiringen-Hasliberg. Dieses Angebot hatte jedoch seinen Preis: «Der Top-4-Pass wurde Jahr für Jahr teurer und lohnte sich schliesslich fast nur noch für Vielnutzer», sagt In-Albon. Die Folge: Gstaad stieg aus – und fand nun den Weg zurück zum Partner Glacier 3000, unter dem gemeinsamen Dach des Magic Passes. «Damit sind die beiden Gebiete, die historisch zusammengehören, endlich wieder vereint», freut sich auch Flurin Riedi. Es ist ein starkes Signal: für mehr Einfachheit, für eine gemeinsame Ver-marktung und für die Zukunftsfähigkeit der Destination. 

«Was bringt der Beitritt zum Magic Pass der Ferienregion Gstaad und dem Glacier 3000 konkret?»

Förderung des Ganzjahrestourismus
Flurin Riedi Mit dem Glacier 3000 in unmittel-barer Nähe und dessen sicheren Schnee-bedingungen verlängern wir die Wintersportsaison von November bis April – das ist ein enormer Vorteil. Gleichzeitig ist der Magic Pass ganzjährig gültig und bringt uns Gäste auch in die Nebensaisons: Frühling und Herbst, die bislang weniger stark frequentiert waren. Genau das ist auch in unserer Tourismusstrategie festgehalten: Gstaad als echte Vier-Jahreszeiten-Destination.»

«Wir haben Platz für mehr» – Negativtrend gestoppt
Matthias In-Albon Die Bahnen der BDG und des Glacier 3000 verfügen insgesamt über eine Kapazität von bis zu 18’000 Gästen pro Tag. Dem gegenüber stehen aktuell durchschnittlich lediglich rund 5500 Ersteintritte in den beiden Skigebieten. Das zeigt: Wir haben reichlich Platz für mehr. Gleichzeitig konnten wir dank des Magic Passes bereits den Negativtrend der vergangenen Sommer stoppen und die Entwicklung drehen.
Die zusätzlichen Gäste lassen sich komfortabel verteilen – und tragen entscheidend dazu bei, unsere hohe Fixkostenstruktur nachhaltig zu amortisieren.» 

Bessere Auslastung der Gastronomie und Qualitätssteigerung
Bernhard Tschannen Mit mehr Gästen, die über den Magic Pass kommen, erreichen unsere Restaurants eine höhere Frequenz – nicht nur im Hochwinter. Das hat es uns erlaubt, Jahresstellen zu schaffen. Für Mitarbeitende bedeutet das Sicherheit und Kontinuität, für Gäste eine bessere Qualität. Das ist ein Gewinn für alle Beteiligten. Wir freuen uns, dass nun auch die Bergbahnen Destination Gstaad diese Chance nutzen können.»

Iwan Wirth war am Aufbau meiner Sammlung stark beteiligt.

Matthias In-Albon, CEO BDG, Flurin Riedi, Tourismusdirektor, und Bernhard Tschannen, CEO Glacier 3000.

Bessere Auslastung der Unterkünfte
Flurin Riedi Unsere Region lebt von einer möglichst aus­geglichenen Auslastung über das Jahr. Der Magic Pass belebt gerade die Fokusmonate ausserhalb der Hochsaison, wenn die Betten der Region traditionell weniger belegt sind. Das bedeutet: weniger Abhängigkeit von den klassischen Ferien­wochen und eine bessere Planbarkeit für die Gastgeber.»

Mehr Rückhalt in der Bevölkerung und politisches Commitment
Matthias In-Albon Immer mehr Einheimische ent­scheiden sich für den Magic Pass. Er ist günstiger als der frühere Top-4-Pass, und das stärkt den Rückhalt in der Bevölkerung.
Wir hatten in der ersten Saison enorm hohe Vorverkaufszahlen von Montbovon bis Zweisimmen. Wir spüren: Die Akzeptanz des Tourismus wächst wieder. Zudem zeigt es ein starkes Commitment, auch politisch – dass unsere Region gemeinsam nach vorne blickt und sich geschlossen präsentiert.»

Gleichmässige Zunahme der Besucherzahlen
Bernhard Tschannen «Unsere Befürchtung, dass mit unserem Einstieg in den Magic-Pass-Verbund der November und April auf dem Glacier 3000 und besonders die Wochenenden völlig überlaufen würden, hat sich nicht bestätigt. Wir stellen seit dem Beginn im Jahr 2022 eine gleich­mässige Zunahme der Besucherzahlen jeweils über die ganze Woche und über den ganzen Winter hinweg fest. Ähnlich sehe ich die künftige Entwicklung auch für die Skigebiete der BDG.»

Iwan Wirth war am Aufbau meiner Sammlung stark beteiligt.

Die Fokusmonate, wie sie in der Tourismusstrategie definiert sind: Zur Belebung dieser Monate trägt der Magic Pass massgeblich bei. 

«Nur Vorteile? Entstehen durch das Mehr an Feriengästen nicht auch Herausforderungen?»

Verkehr, Parkplatz und Besucherlenkung
Flurin Riedi «Wir sind vorbereitet – und dieser Winter wird uns wichtige Erfahrungen bringen. Gerade in Bezug auf die Verkehrssituation auf der Kantonsstrasse und die Parkplatznutzung müssen wir genau hinschauen. Entscheidend ist, dass wir agil bleiben und eng mit Gemeinde und Kanton zusammenarbeiten. Ein modernes Verkehrs- und Parkleitsystem sind zentrale Themen, die wir Schritt für Schritt weiterentwickeln müssen.»

Investitionen in Infrastruktur
Matthias In-Albon «Damit wir das volle Potenzial des Magic Passes ausschöpfen können, investieren wir gezielt: in Be­schneiung Richtung Zweisimmen mit dem Ziel, die Tal­abfahrt verlässlich zu öffnen – und so die grosse Parkplatz­kapazität in Zweisimmen als Entlastung nutzen zu können. Zudem in fünf neue Pistenfahrzeuge sowie in betriebssichere Parkflächen mit Gittersystemen, damit Parkplätze auch bei Tauwetter verfügbar bleiben. Diese Schritte sichern Qualität und Betriebssicherheit – heute und künftig.»

Iwan Wirth war am Aufbau meiner Sammlung stark beteiligt.